Kantoreifahrt nach Bethel in die Brockensammlung

Ein Bericht von Elisabeth Fischer und Angelika Strunk

"Die Brockensammlung für Bethel". Den meisten Leserinnen und Lesern ist sie bekannt: Zweimal im Jahr wird sie in unseren Kirchengemeinden durchgeführt: "Abholung von Kleidung, Wäsche, Bettwäsche, Schuhen, usw." Das steht auch auf den Säcken. Gesammelt wird im Konfirmandenraum im Gemeindezentrum oder in Schwalefeld im unteren Bereich der Kirche. "Brocken" - das Wort stammt aus der biblischen Erzählung "Die Speisung der 5000." Jesus sagte, als alle gesättigt waren, zu seinen Jüngern: "Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt." (Johannes 6) Nach diesem biblischen Leitvers ist die "Brockensammlung" benannt.
Welche Brocken aber werden gesammelt? Geli Strunk aus der Kantorei kennt sich aus. Sie fährt häufig mit Elisabeth Fischer persönlich dorthin, um gesammelte Brocken - alles, was nicht mehr gebraucht wird und noch einigermaßen erhalten und funktionsfähig ist, aber zu schade zum Wegschmeißen, dort abzuliefern, zum Beispiel: Geschirr, Gläser, Besteck, Spielsachen, Bücher, Elektrokleingeräte, ja, sogar Kleinmöbel.

Wie kommt sie dazu? Nun ja, sie hat noch 2 Diakonissen, die seit ca. 40 Jahren regelmäßig zu Gast kommen und die von ihr abgeholt und wieder zurückgebracht werden, und da fährt man an der Brockensammlungsstelle direkt vorbei. Sie hat fast immer etwas abzuliefern, was sich bei ihr zuhause angesammelt hat.
Und dann erzählt sie in der Kantorei von ihren Besuchen dort, als sie auch Ernst Fischer noch mitnahm, der mit Begeisterung durch die Büchersammlung stöberte. Sie hat selbst schon für ihre Großnichte und -neffen Spielzeug und Stofftiere erstanden. Und manchmal hat sie es nach 2 Jahren wieder abgeliefert zum Weiterverkauf. Der Erlös kommt den kranken Menschen zugute. Ihre Erzählungen regten das Interesse der Sängerinnen und Sänger an, denen zwar Bethel ein Begriff ist, aber noch aus ihrer Konfirmandenzeit vor 30/40/ teilweise 50 Jahren - kein Vergleich mehr zu heute!! So entstand der Gedanke, eine Chorfahrt dorthin zu machen, um sich ein neues Bild machen zu können.

Los ging es am Dienstag, dem 09. August 2016 mit Auto Hellwig. Leider konnte Fam. Röhling nicht mitfahren, da an diesem Tag die Trauerfeier für Pfarrerin Dagmar Henning stattfand, die kurz vorher plötzlich verstorben war. Der Termin zur Chorfahrt stand aber schon länger fest und konnte nicht mehr verschoben werden.
Und so verlief dann unsere Fahrt: Nach 1,5 stündiger Fahrt wurden wir in Bethel am Dankort sehr herzlich von Herrn Jan Seidel - Referent in Bethel - empfangen, der uns den Tag über begleitete und uns sehr interessant die Geschichte Bethels wieder nahe gebracht hat.
Nach einer kurzen mündlichen Einführung und einem 20 minütigen Film wurden wir im Gasthaus Lindenhof zum Mittagsbüfett erwartet. Anschließend konnten wir noch den Japanischen Garten bewundern, um dann wieder den Bus zu besteigen, um eine Rundfahrt durch Bethels Wohngebiet zu machen mit nächstem Ziel "Museum". Beeindruckend, zu sehen, wie die Pflege und Versorgung damals war! Das hinterlässt schon Spuren in den Menschen heute.
Unser nächstes Ziel war die Zionskirche, in der Elisabeth Fischer eine kurze Andacht und Gedenkminute für Frau Henning hielt. Zum Abschluss unserer Fahrt durch Bethel haben wir natürlich auch an der neu eröffneten Brockensammlung Halt gemacht, wo fast jeder noch etwas erstanden hat. Hier sei nochmal erwähnt, dass der Erlös den Kranken zukommt. Hier endete dann unser Besuch in Bethel.

Auf der Heimfahrt haben wir noch einen Zwischenstopp in Paderborn gemacht, wo jeder Zeit zur freien Verfügung hatte zum Kaffeetrinken, Eisessen oder Shoppen. Nicht zu vergessen, einen kurzen Blick in den Dom zu werfen. Um 19.00 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten in Willingen an.
Es war ein bewegender und schöner Tag! Mal sehen, wo es nächstes Mal hin geht!

Ev. Kirchengemeinde Willingen
Neuer Weg 4
34508 Willingen (Upland)
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